Das Wichtigste in Kürze
Was ist Leinen? Herkunft und Herstellung
Leinen ist eine Naturfaser, die aus dem Stängel der Flachspflanze gewonnen wird. Aus den langen Bastfasern des Flachses wird ein Garn gesponnen, aus dem anschließend das Leinengewebe entsteht. Woraus besteht Leinen? Aus einer reinen Pflanzenfaser, die schon seit Jahrtausenden für Textilien verwendet wird.
Der aufwendige Weg von der Pflanze zum Stoff erklärt den Charakter des Materials. Leinen ist fester und glatter als Baumwolle und besitzt eine typische, leicht unregelmäßige Struktur, die jedem Stück einen natürlichen Ausdruck verleiht.
Eigenschaften von Leinen
Leinen vereint mehrere Eigenschaften, die es besonders für den Sommer geeignet machen. Die Faser ist kühlend und atmungsaktiv, nimmt Feuchtigkeit gut auf und gibt sie rasch wieder ab. Damit fühlt sich Leinen an warmen Tagen angenehm frisch an.
Hinzu kommt eine hohe Reißfestigkeit: Leinen ist robuster als viele andere Naturfasern und wird mit jeder Wäsche weicher. Die bekannte Kehrseite ist der Knitter. Da die Faser wenig elastisch ist, bilden sich schnell Falten. Diese gehören zum Charakter von Leinen und werden von vielen bewusst geschätzt.
Leinenqualität erkennen
Zwischen einfachem und hochwertigem Leinen gibt es deutliche Unterschiede. Vier Merkmale helfen bei der Einordnung.
Faserqualität
Hochwertiges Leinen wird aus langen, gleichmäßigen Flachsfasern gesponnen. Lange Fasern ergeben ein glatteres, festeres Garn und ein Gewebe, das weniger fusselt und länger hält.
Webdichte und Grammatur
Ein dicht gewebtes Leinen mit angemessener Grammatur wirkt wertiger, fällt schöner und ist strapazierfähiger. Sehr leichte, lose gewebte Stoffe knittern stärker und sind empfindlicher.
Verarbeitung
Saubere, gleichmäßige Nähte und ein regelmäßiges Webbild sprechen für eine sorgfältige Verarbeitung. Bei einem Leinensakko zeigen sich Qualität und Passform zusätzlich an Schulter und Futter.
Rein oder als Mischgewebe
Reines Leinen ist besonders atmungsaktiv, während Mischungen mit Baumwolle oder Wolle weniger knittern und formstabiler sind. Ein Blick auf die Materialzusammensetzung im Etikett zeigt, was Sie vor sich haben.
-
Lange, gleichmäßige Flachsfasern für ein glattes, festes Garn
-
Dichte Webung mit angemessener Grammatur
-
Saubere Nähte und ein regelmäßiges Webbild
-
Klare Materialzusammensetzung, rein oder als bewusste Mischung
-
Bei Sakkos eine saubere Passform an Schulter und Futter
Profitipp: Vorgewaschenes oder enzymgewaschenes Leinen ist von Anfang an weicher, knittert etwas weniger und läuft bei der ersten Wäsche kaum noch ein. Ein Blick auf das Etikett lohnt sich.
Leinen waschen: Schritt für Schritt
Leinen lässt sich gut waschen, wenn Sie schonend vorgehen. Die folgenden vier Schritte erhalten Farbe und Form.
Pflegeetikett prüfen. Maßgeblich sind immer die Angaben auf dem Etikett, besonders bei Sakkos und Mischgeweben.
Vorbereiten. Drehen Sie das Kleidungsstück auf links und waschen Sie ähnliche Farben zusammen.
Schonend waschen. Waschen Sie Leinen im Schonwaschgang bei etwa 30 bis 40 Grad mit einem milden Waschmittel. Zu heißes Wasser kann dazu führen, dass reines, nicht vorgewaschenes Leinen einläuft.
Nicht wringen, in Form trocknen. Drücken Sie das Wasser vorsichtig heraus und trocknen Sie Leinen an der Luft. Nehmen Sie es leicht feucht ab, dann lässt es sich später einfacher glätten.
Leinen bügeln und trocknen
Leinen lässt sich am besten bügeln, solange es noch leicht feucht ist. Verwenden Sie die Leinen- oder Baumwollstufe Ihres Bügeleisens und arbeiten Sie idealerweise von links, um Glanzstellen zu vermeiden. Wer den natürlichen Knitter mag, kann das Bügeln reduzieren und Leinen einfach gut ausgeschüttelt aufhängen.
Leinen und Trockner vertragen sich nur bedingt: Nutzen Sie den Trockner nur, wenn das Pflegeetikett es erlaubt, und dann bei niedriger Temperatur. Zu viel Hitze im Trockner kann Leinen einlaufen lassen und die Fasern strapazieren. Lufttrocknen ist in der Regel die schonendere Wahl.
Warum Leinen knittert
Der typische Knitter von Leinen hat einen einfachen Grund: Die Faser ist von Natur aus wenig elastisch und kehrt nach dem Knicken nicht von selbst in ihre Ausgangsform zurück. Das ist kein Qualitätsmangel, sondern ein Merkmal des Materials. Wer weniger Falten möchte, greift zu einem Leinen-Mischgewebe oder nimmt die Wäsche leicht feucht ab und bügelt sie in Form.
Leinen im Sommer kombinieren
Leinen ist der klassische Stoff für die warme Jahreszeit. Für Herren ist ein Leinensakko zu einer leichten Leinenhose oder einer Chino aus Leinen eine luftige Sommerkombination. Für Damen setzt ein Leinenblazer einen leichten, wertigen Akzent. In gedeckten Naturtönen wie Beige, Sand, Marine und Oliv fügt sich Leinen ruhig in eine zeitlose Garderobe ein.

edler Leinenblazer ''Carola'' im beigen Fensterkaro
Ist Leinen nachhaltig?
Leinen gilt als vergleichsweise ressourcenschonende Faser. Die Flachspflanze benötigt in der Regel wenig Wasser und kommt oft mit wenig Pflanzenschutz aus. Zudem ist reines Leinen biologisch abbaubar. In Verbindung mit der Langlebigkeit eines gut verarbeiteten Leinenstücks ist das ein Materialprofil, das gut zu einer auf Beständigkeit ausgerichteten Garderobe passt.
Leinenmode von Wellington of Bilmore
Wellington of Bilmore führt Leinenmode als festen Teil der Frühjahr- und Sommerkollektion, darunter Leinensakkos, Leinenhosen und Leinenanzüge. Die Stücke verbinden das leichte, kühlende Material mit einer sorgfältigen Verarbeitung im britisch inspirierten Stil.
Häufige Fragen zu Leinen
Was ist Leinen?+
Leinen ist eine Naturfaser aus dem Stängel der Flachspflanze. Aus den langen Bastfasern wird ein Garn gesponnen, aus dem das Leinengewebe entsteht.
Woraus wird Leinen hergestellt?+
Leinen wird aus Flachs hergestellt, einer Pflanzenfaser. Es handelt sich um eine reine Naturfaser ohne synthetische Bestandteile.
Wie wäscht man Leinen?+
Waschen Sie Leinen im Schonwaschgang bei etwa 30 bis 40 Grad mit einem milden Waschmittel, gedreht auf links. Nicht wringen und in Form trocknen.
Geht Leinen beim Waschen ein?+
Reines, nicht vorgewaschenes Leinen kann bei zu heißer Wäsche etwas einlaufen. Bei niedriger Temperatur und vorgewaschener Ware ist das Einlaufen gering.
Wie bügelt man Leinen?+
Bügeln Sie Leinen leicht feucht auf der Leinen- oder Baumwollstufe, idealerweise von links. So lassen sich Falten gut glätten und Glanzstellen vermeiden.
Kann man Leinen in den Trockner geben?+
Nur wenn das Pflegeetikett es erlaubt und dann bei niedriger Temperatur. Zu viel Hitze kann Leinen einlaufen lassen, weshalb Lufttrocknen schonender ist.
Warum knittert Leinen?+
Die Leinenfaser ist wenig elastisch und kehrt nach dem Knicken nicht von selbst in ihre Form zurück. Der Knitter gehört zum Charakter des Materials.
Ist Leinen nachhaltig?+
Flachs benötigt meist wenig Wasser und Pflanzenschutz, und reines Leinen ist biologisch abbaubar. Zusammen mit seiner Langlebigkeit gilt Leinen als ressourcenschonende Faser.










