Key takeaways
Was ist Royal Ascot?
Royal Ascot ist eines der bekanntesten Pferderennen der Welt und findet jedes Jahr im Juni auf der Ascot Racecourse in der Grafschaft Berkshire statt. Das fünftägige Ereignis wird von der königlichen Familie besucht und ist ein fester Bestandteil der britischen Sommersaison. Berühmt ist Royal Ascot nicht nur für den Rennsport, sondern ebenso für seine Mode und seinen strengen Dresscode.
Die britische Sommersaison im Überblick
Royal Ascot ist Teil der britischen Sommersaison, einer Reihe gesellschaftlicher Ereignisse zwischen Frühjahr und Sommer. Dazu zählen unter anderem die Chelsea Flower Show im Mai, das Epsom Derby und Royal Ascot im Juni, die Henley Royal Regatta zum Wechsel von Juni auf Juli sowie das Tennisturnier von Wimbledon. Viele dieser Anlässe verbinden Sport oder Kultur mit einem geselligen Rahmen und einer gepflegten Garderobe. Wer die Saison begleitet, trifft dabei immer wieder auf ähnliche Dresscode-Prinzipien: gepflegt, wetterfest und dem Anlass angemessen.
Der Ascot-Dresscode nach Enclosure
Royal Ascot ist in mehrere Bereiche unterteilt, die sogenannten Enclosures, mit jeweils eigenen Regeln. Sie reichen vom sehr formellen Royal Enclosure bis zum legereren Windsor Enclosure.
Royal Enclosure
Hier gilt der strengste Dresscode. Herren tragen einen Morning Dress in Schwarz, Grau oder Marineblau mit Weste und Krawatte, dazu einen schwarzen oder grauen Zylinder sowie schwarze Schuhe mit Socken. Plastrons und farbige oder gemusterte Zylinder sind nicht erlaubt. Damen tragen formelle Tageskleidung mit einem Kleid oder Rock von zurückhaltender Länge, knapp über dem Knie oder länger. Vorgeschrieben ist ein Hut oder Kopfschmuck mit einer festen Basis von mindestens zehn Zentimetern. Reine Fascinators sind hier nicht zugelassen, ebenso wenig trägerlose oder durchsichtige Oberteile.
Queen Anne Enclosure
Der Dresscode ist formell, aber weniger streng. Herren tragen einen Anzug mit Hemd und Krawatte, Morning Dress ist willkommen, aber nicht Pflicht. Damen tragen elegante Kleidung mit Hut, Kopfschmuck oder Fascinator. Jeans und Chinos sind nicht erlaubt.
Village und Windsor Enclosure
Das Village Enclosure hat einen gepflegten Dresscode mit lebhafterer Atmosphäre, ein Hut oder Kopfschmuck gehört für Damen dazu. Das Windsor Enclosure hat keinen formellen Dresscode, gepflegte Tageskleidung ist aber erwünscht. In allen Bereichen gilt: keine Jeans, Turnschuhe, Shorts oder Sportkleidung.
Weitere britische Gesellschafts-Events und ihre Dresscodes
Neben Royal Ascot haben weitere Sommer-Events ihre eigenen Kleiderordnungen.
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Henley Royal Regatta: Bei der Ruderregatta in Henley-on-Thames gilt im Stewards Enclosure ein strenger Dresscode. Herren tragen einen Lounge Suit oder ein Sakko beziehungsweise einen Blazer mit Hose und dazu eine Krawatte oder ein Plastron. Traditionell sind gestreifte Club-Blazer beliebt. Damen tragen ein Kleid oder einen Rock mit Saum unterhalb des Knies oder einen Hosenanzug, die Schultern bleiben bedeckt. Jeans, Shorts und Trainingsanzüge sind nicht erlaubt.
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Wimbledon: Beim Tennisturnier in Wimbledon gilt die strenge Weiß-Regel nur für die Spielerinnen und Spieler. Für Zuschauer gibt es keinen strengen Dresscode, gepflegte Sommerkleidung ist üblich. In den Ehrenrängen und der Royal Box wird ein formeller Auftritt erwartet. Die Weiß-Regel für die Spielerinnen und Spieler geht auf die viktorianische Zeit zurück, als sichtbarer Schweiß als unschicklich galt.
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Chelsea Flower Show und Polo: Die Chelsea Flower Show hat keinen strengen Dresscode, gefragt ist eine gartentaugliche Eleganz. Bei einem Polospiel oder Reitturnier gilt Ähnliches: gepflegte, wetterfeste Kleidung im Country-Stil. Auf Rasen empfehlen sich flache oder Keilschuhe statt hoher Absätze. Beim Polo gehört das gemeinsame Zurücktreten der Rasenstücke in der Halbzeit, das Divot Stomping, zur Tradition.
Woher kommt die Hacking Jacket?
Viele Klassiker der heutigen Garderobe stammen aus dem Reitsport. Ein Beispiel ist die Hacking Jacket, ein Reitsakko mit längerem Schoß, schräg gestellten Taschen und einem Rückenschlitz für die Bewegung im Sattel. Aus ihr entwickelte sich das klassische Tweed-Sakko, wie man es heute kennt; sie prägte das Tweed-Sakko maßgeblich. So verbindet sich der Reitsport mit der Herrenmode, ein Erbe, das auch in der Harris Tweed Story nachklingt.
Warum gibt es diese Dresscodes?
Die Kleiderordnungen sind Teil der Tradition dieser Veranstaltungen. Sie unterstreichen den festlichen Charakter, wahren die lange Geschichte der Events und sorgen für ein einheitliches, gepflegtes Bild. Wer sich an den Dresscode hält, würdigt damit auch das Erbe des jeweiligen Anlasses.
Was trägt man als Zuschauer? Die Garderobe
Für die meisten Bereiche und Events genügt gepflegte, formelle bis elegante Tageskleidung.
Für Herren
Für Herren ist ein Anzug oder ein Sakko mit Hemd und Krawatte die sichere Wahl, ergänzt um eine Weste und ein passendes Einstecktuch. Wie sich Sakko und Anzug unterscheiden, lesen Sie im Ratgeber zu Sakko und Blazer. Wie die Weste sitzt, erfahren Sie im eigenen Stilguide. Der sehr formelle Morning Dress mit Zylinder für das Royal Enclosure wird meist eigens angeschafft oder geliehen.

Für Damen
Für Damen eignen sich ein elegantes Kleid oder ein Blazer mit Bluse und Rock, dazu ein Hut oder Kopfschmuck. Achten Sie auf gedeckte, festliche Töne und eine dem Anlass angemessene Länge.

Farben und Accessoires für die Zuschauer-Garderobe
Bei den Farben bewähren sich gedeckte, elegante Töne, für die wärmere Jahreszeit auch hellere Nuancen. Für Herren runden eine passende Krawatte und ein Einstecktuch den Auftritt ab. Für Damen ist die Kopfbedeckung ein zentrales Element; in den meisten Bereichen sind auch Fascinators erlaubt, nur im Royal Enclosure muss es ein Hut mit fester Basis sein.
Was ist Morning Dress?
Der Morning Dress, auf Deutsch Cut, ist die formellste Form der Tageskleidung für Herren. Er besteht aus einem Cutaway, einem vorne gerade geschnittenen und hinten lang auslaufenden Rock, dazu einer Weste, einer gestreiften oder grauen Hose, einem Hemd mit Krawatte oder Plastron und einem Zylinder. Getragen wird er zu besonders formellen Tagesanlässen wie dem Royal Enclosure in Ascot oder einer Hochzeit am Vormittag. Wer ihn nur einmal benötigt, leiht ihn meist, statt ihn zu kaufen.
So stellen Sie Ihren Ascot-Look zusammen
Für das Royal Enclosure führt an Morning Dress und Zylinder für Herren kein Weg vorbei, Damen wählen ein elegantes Kleid in gedecktem Ton und einen Hut mit fester Basis. Für das Queen Anne Enclosure genügt Herren ein gut sitzender Anzug in Grau, Marine oder einem gedeckten Ton mit Hemd, Krawatte und Einstecktuch, Damen ein Kleid oder ein Ensemble aus Bluse und Rock mit Hut oder Fascinator. Im Village und Windsor Enclosure darf es etwas entspannter sein, etwa ein heller Anzug oder ein Sakko mit Chino und Krawatte für Herren und ein sommerliches Kleid mit Kopfschmuck für Damen. In allen Fällen gilt: lieber eine Spur zu elegant als zu leger.
Für ein Sommer-Event abseits des Royal Enclosure wirkt ein Anzug in Hellgrau oder Blau mit einer gestreiften oder gepunkteten Krawatte festlich und zugleich sommerlich. Ein Midi-Kleid oder ein Kostüm mit abgestimmtem Hut ergibt für Damen einen klassischen Auftritt, der sich an fast jedem der Events tragen lässt.
Ein praktischer Hinweis zum Schluss: Das britische Sommerwetter ist wechselhaft, daher gehört zu jedem Ascot-Look auch ein Plan für Regen und Wind. Ein leichter Mantel, ein Schirm oder eine dezent mitgeführte Jacke bewahren den Auftritt, ohne den Dresscode zu verletzen. Wer eine Einladung in die Royal Box eines Events erhält, kleidet sich formell: Herren mit Anzug und Krawatte, Damen elegant und zurückhaltend.
Häufige Fehler beim Dresscode
Beim Dresscode lassen sich einige Fehler leicht vermeiden.
Jeans, Turnschuhe und Sportkleidung sind bei fast allen Anlässen unpassend.
Ein reiner Fascinator statt eines Hutes mit fester Basis ist im Royal Enclosure ein häufiger Fehltritt.
Die Rocklänge bei Henley wird streng geprüft; der Saum liegt unterhalb des Knies.
Generell gilt: im Zweifel lieber etwas zu elegant als zu leger und den Dresscode des jeweiligen Bereichs vorab prüfen.
Garderobe für britische Sommer-Events von Wellington of Bilmore
Wellington of Bilmore führt die passende Garderobe für elegante Sommer-Events: Anzüge und Sakkos aus Harris Tweed, Westen, klassische Hemden und Damenblazer im britisch inspirierten Stil. Sie verbinden gepflegte Eleganz mit hochwertigen Materialien und Langlebigkeit.
Häufige Fragen zu Royal Ascot und Event-Dresscodes
Was ist Royal Ascot?
Royal Ascot ist ein bekanntes Pferderennen im Juni auf der Ascot Racecourse in Berkshire. Es wird von der königlichen Familie besucht und ist für seinen strengen Dresscode und seine Mode berühmt.
Welcher Dresscode gilt in Ascot?
Im Royal Enclosure tragen Herren Morning Dress mit Zylinder, Damen formelle Tageskleidung mit Hut oder Kopfschmuck. In den übrigen Bereichen genügt formelle bis gepflegte Kleidung. Jeans und Turnschuhe sind überall unpassend.
Was trägt man als Zuschauer bei einem Reitturnier oder Polo?
Bei einem Reitturnier oder Polospiel ist gepflegte, wetterfeste Kleidung im Country-Stil passend. Auf Rasen sind flache oder Keilschuhe praktischer als hohe Absätze.
Welche britischen Gesellschafts-Events haben Dresscodes?
Neben Royal Ascot haben unter anderem die Henley Royal Regatta, Wimbledon und die Chelsea Flower Show eigene Kleiderordnungen, die von streng formell bis smart-casual reichen.
Woher kommt die Hacking Jacket?
Die Hacking Jacket ist ein Reitsakko mit längerem Schoß und Rückenschlitz. Aus ihr entwickelte sich das klassische Tweed-Sakko der Herrenmode.
Was ist Morning Dress, kurz gefragt?
Morning Dress, auch Cut genannt, ist die formellste Tageskleidung für Herren: Cutaway, Weste, gestreifte Hose, Hemd mit Krawatte oder Plastron und Zylinder. Im Royal Enclosure von Ascot ist er für Herren vorgeschrieben.
Darf man bei Royal Ascot einen Fascinator tragen?
In den meisten Bereichen ja. Nur im Royal Enclosure ist ein Hut oder Kopfschmuck mit einer festen Basis von mindestens zehn Zentimetern vorgeschrieben, ein reiner Fascinator reicht dort nicht aus.
Welche Schuhe passen zu Events auf dem Rasen?
Auf Rasen sind flache Schuhe, Block- oder Keilabsätze praktischer als dünne Pfennigabsätze, die leicht einsinken. Für Herren eignen sich klassische Lederschuhe mit profilierter Sohle.












